Dr. Michaela Schrage-Früh
Department of English and Linguistics, Universität Mainz

 

Kontakt

 

Dr. Michaela Schrage-Früh
Department of English and Linguistics
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Homepage: https://www.english-and-linguistics.uni-mainz.de/dr-michaela-schrage-frueh/
Forschungsprofil: http://www.culturaldreamstudies.eu/michaela-schrage-frueh

 

 

Zur Person

 

Michaela Schrage-Früh ist seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (seit September 2012 beurlaubt für ein DAAD-Lektorat an der University of Limerick, Irland). Sie promovierte 2003 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Monographie mit dem Titel Philosophy, Dreaming and the Literary Imagination ist  2016 bei Palgrave Macmillan erschienen. Ihr gegenwärtiges Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Alptraum in der englischsprachigen Literatur und Kultur.


 

Imagination und Traum-Autorschaft im viktorianischen Traumdiskurs

 

Ein zentrales Anliegen des viktorianischen populärwissenschaftlichen Traumdiskurses war es, wissenschaftliche Erklärungen für die sich im Traum manifestierende Einbildungskraft und das Rätsel der Traum-Autorschaft zu finden, die sich klar von übersinnlichen Inspirationskonzepten abgrenzen sollten. Das Projekt untersucht einige der miteinander konkurrierenden Positionen von Autoren wie Frances Power Cobbe, James Sully, Frederick Greenwood und Havelock Ellis, die das poetogene und imaginative Potential des Traums auf unterschiedliche Weise wissenschaftlich erklären. Diese Ansätze formierten sich in Abgrenzung zu der im neunzehnten Jahrhundert florierenden Okkultismusbewegung, zeigten andererseits jedoch oftmals die Unzulänglichkeiten rein physiologischer Erklärungsmodelle auf. Das Anliegen, den Traum als kreatives Produkt des Träumers zu begreifen, obwohl er dessen Einbildungskraft und oftmals auch bewussten Erfahrungsschatz im Wachzustand zu übersteigen scheint und sich der Kontrolle des Wachbewusstseins weitestgehend entzieht, führte nicht nur zu unterschiedlichen Einsichten in die Beschaffenheit kreativer und künstlerischer Prozesse, sondern auch in die Vielschichtigkeit des menschlichen Bewusstseins.