Dr. Michaela Schrage-Früh
Englische Literatur und Linguistik, Mainz/Galway

 

Kontakt

 

Dr. Michaela Schrage-Früh
German Studies, School of Languages, Literatures and Cultures
National University of Ireland, Galway

Department of English and Linguistics
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Homepage: https://www.english-and-linguistics.uni-mainz.de/dr-michaela-schrage-frueh/
Forschungsprofil: http://www.culturaldreamstudies.eu/michaela-schrage-frueh

 

 

Zur Person

 

Michaela Schrage-Früh ist seit 2017 Lektorin am German Department der National University of Ireland in Galway und seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, zuvor war sie u. a. DAAD Lektorin an der Universität Limerick. Sie promovierte 2003 an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Monographie mit dem Titel Philosophy, Dreaming and the Literary Imagination ist 2016 bei Palgrave Macmillan erschienen. Ihr gegenwärtiges Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Alptraum in der englischsprachigen Literatur und Kultur.

 

Imagination und Traum-Autorschaft im viktorianischen Traumdiskurs

 

Ein zentrales Anliegen des viktorianischen populärwissenschaftlichen Traumdiskurses war es, wissenschaftliche Erklärungen für die sich im Traum manifestierende Einbildungskraft und das Rätsel der Traum-Autorschaft zu finden, die sich klar von übersinnlichen Inspirationskonzepten abgrenzen sollten. Das Projekt untersucht einige der miteinander konkurrierenden Positionen von Autoren wie Frances Power Cobbe, James Sully, Frederick Greenwood und Havelock Ellis, die das poetogene und imaginative Potential des Traums auf unterschiedliche Weise wissenschaftlich erklären. Diese Ansätze formierten sich in Abgrenzung zu der im neunzehnten Jahrhundert florierenden Okkultismusbewegung, zeigten andererseits jedoch oftmals die Unzulänglichkeiten rein physiologischer Erklärungsmodelle auf. Das Anliegen, den Traum als kreatives Produkt des Träumers zu begreifen, obwohl er dessen Einbildungskraft und oftmals auch bewussten Erfahrungsschatz im Wachzustand zu übersteigen scheint und sich der Kontrolle des Wachbewusstseins weitestgehend entzieht, führte nicht nur zu unterschiedlichen Einsichten in die Beschaffenheit kreativer und künstlerischer Prozesse, sondern auch in die Vielschichtigkeit des menschlichen Bewusstseins.