Dr. Mireille Berton
Film- und Medienwissenschaft, Lausanne

 

Kontakt

 

Dr. Mireille Berton
Faculté des Lettres
Section d’Histoire et esthétique du cinéma
Université de Lausanne 

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Homepage: applicationspub.unil.ch/interpub/noauth/php/Un/UnPers.php?PerNum=920957&LanCode=37
Forschungsprofil: www.culturaldreamstudies.eu/mireille-berton 

 

Zur Person

 

Mireille Berton arbeitet am Fachbereich für Geschichte und Ästhetik des Kinos an der Universität Lausanne und forscht und lehrt insbesondere zum Verhältnis von Kino und Psychowissenschaften (Psychoanalyse, Psychiatrie, Medizin, Psychologie und Parapsychologie). Sie hat zahlreiche Artikel in Sammelbänden und Zeitschriften wie CINéMAS, Bianco e Nero, Décadrages, Gesnerus, 1895 publiziert, von denen einige sich mit dem Traum auseinandersetzen. Momentan forscht sie zum „Medium (im) Kino“. Ihre Dissertation Le corps nerveux du spectateur. Cinéma et sciences du psychisme autour de 1900 erschien 2015 (Lausanne, L’Âge d’Homme).

 

 

Für eine “histoire croisée” von Kino und Traum zwischen 1850 und 1950

 

Angeregt durch die New Cinema History untersucht das Projekt in historischer und epistemologischer Perspektive das Zusammenspiel zwischen der Geschichte des Kinos und der Kulturgeschichte des Traums. Die Verflechtungen zwischen Kino und Traum finden sich auf der formalen Ebene filmischer Repräsentationen ebenso wieder wie auf konzeptioneller Ebene, wenn Traumtheorien auf das Kino als Denkmodell zurückgreifen. Führt man die Analyse der Repräsentationen und die der Diskurse zusammen, werden die Herausforderungen sichtbar, mit denen eine neue visuelle Kultur der Moderne konfrontiert ist, in der die als „Traummaschinen” verstandenen kinematographischen Dispositive eine zentrale epistemologische Rolle spielen. Angestrebt wird eine Neubewertung der problematischen Berührungspunkte, in einer Perspektive, die die Analyse von Filmen mit der Untersuchung soziokultureller Darstellungsformen und einem epistemologischen Interesse zusammenbringt und es so erlaubt, über die simplizistische Vorstellung eines Einflusses des Kinos auf den Traum (und vice-versa) hinauszugehen.