Jan Sieber

Jan Sieber
Philosophie/ Kunstgeschichte, Universität der Künste (UdK), Berlin

 

Kontakt

 

Jan Sieber
Fakultät für Gestaltung
Universität der Künste (UdK), Berlin

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Homepage: udk-berlin.academia.edu/JanSieber

 

 

Zur Person

 

Jan Sieber studierte Kunst-, Kulturwissenschaften und Philosophie in Bremen, Lüneburg und London (M.A. 2011). Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promovent an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Darüber hinaus ist er Mitgründer sowie Mitherausgeber der internationalen Zeitschrift Anthropology&Materialism. Forschungsschwerpunkte: Kritische Theorie und Psychoanalyse, Walter Benjamin und Theodor W. Adorno, die psychoanalytischen Theorien von Freud und Lacan, Ästhetik, Geschichte der modernen Kunst, Surrealismus.

 

 

Die surrealistische Malerei und „der Nabel des Traums“

 

Wie keine künstlerische Bewegung vor ihm formulierte der Surrealismus eine radikale Kritik an der Idee der Autonomie des ästhetischen Subjekts und damit am Phantasma eines sich selbst transparenten Subjekts überhaupt. Er kehrte die Macht des Bildes hervor, das Subjekt über es selbst zu täuschen, bestand aber auch auf dessen Erkenntnispotential, das Subjekt die reale Abgründigkeit ahnen zu lassen, die jenseits der dünnen Fassade seiner Vorstellung von Wirklichkeit lauert. Wie für Freud stellte für die Surrealisten dabei der Traum den „Königsweg” zum Unbewußten dar. Während aber Breton 1924 noch forderte, durch den Traum den „wirklichen Ablauf des Denkens” aufzuspüren, wurde dies später besonders durch die surrealistische Malerei problematisiert. Jene war – vielleicht mehr als die surrealistische Dichtung – vor das Problem gestellt, dass sich am „Nabel des Traums” etwas verweigert, dass sich noch das vermeintlich reinste Denken über sich selbst täuschen kann. Diesen kritischen Aspekt surrealistischer Malerei, die Deutung von Wirklichkeit als Traum und die Unverfügbarkeit des Realen des Traums, möchte dieses Projekt stärker in den Mittelpunkt rücken. Vor allem soll dies an den Werken von Max Ernst, Antonin Artaud und Salvador Dali gezeigt werden.